
GLORIA ISABEL RAMOS TRIANO
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Verbindung zu den Kanarischen Inseln und Engagement für die Inselkultur
Gloria Isabel Ramos Triano pflegt eine tief verwurzelte und kontinuierliche Verbundenheit mit der Musik der Kanarischen Inseln. Ihre Beziehung zum Archipel ist sowohl beruflich als auch in ihrer Ausbildung von zentraler Bedeutung: Sie begann ihre musikalische Laufbahn am Konservatorium von Teneriffa, wo sie sich unter der Anleitung prägender Lehrer in Klavier, Violoncello und Harmonielehre spezialisierte. Zu diesen Mentoren gehörten unter anderem der Dirigent und Komponist Armando Alfonso sowie der Cellist Rafael Ramos. Zudem war sie Mitglied des Jugendorchesters des Konservatoriums, eine prägende Erfahrung, die ihre Berufung festigte und durch die Proben der Sinfonieorchester Teneriffas — insbesondere unter der Leitung von Edmon Colomer — noch vertieft wurde. Dessen musikalische Ausdruckskraft hinterließ einen bleibenden Eindruck in ihrer frühen künstlerischen Entwicklung.
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Während ihrer Jugend eröffnete ihr das Festival Internacional de Música de Canarias die Möglichkeit, international renommierte Künstler zu erleben, die ihren musikalischen Horizont erweiterten. Besonders prägend war die Begegnung mit Maestro Claudio Abbado, dessen Präsenz und Musikalität ihr Verständnis von Kunst nachhaltig beeinflussten. In dieser Zeit beeindruckte sie auch der Besuch der Orpheus Chamber Orchestra, deren Arbeitsweise — geprägt von absolutem Zuhören und gemeinsamer Energie — ihr eine neue Dimension des Musizierens offenbarte. Die klangliche Perfektion des Ensembles und die Art, wie der Konzertmeister die kollektive Leitung gestaltete, hinterließen einen bleibenden Eindruck, der bis heute in ihrer eigenen musikalischen Vision nachhallt.
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Seit Beginn ihrer Karriere pflegt sie eine enge Zusammenarbeit mit den beiden wichtigsten Sinfonieorchestern des Archipels: der Orquesta Sinfónica de Tenerife, mit der sie ihr Debüt als Dirigentin gab, und der Orquesta Filarmónica de Gran Canaria, zu der sie mehrfach eingeladen wurde. Beide Kooperationen waren entscheidend für ihren Werdegang und festigten ihre Präsenz im musikalischen Leben der Inseln.
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Sie hat Orchesterwerke der kanarischen Komponisten Carlos Guigou und Santiago Tejera auf CD eingespielt und Werke von Dori Díaz Jerez, Emilio Coello, Manuel Bonino und weiteren zeitgenössischen Komponisten des Archipels in Konzerten dirigiert. Damit trägt sie maßgeblich zur Verbreitung und Anerkennung der kanarischen Musik über die Landesgrenzen hinaus bei.
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Ihre Zusammenarbeit mit bedeutenden Solistinnen und Solisten der Inseln — darunter Benito Cabrera, die Brüder Curbelo, Guillermo González, Agustín León Ara und Gustavo Díaz Jerez — hat die internationale Sichtbarkeit des kanarischen Musikschaffens weiter gestärkt.
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Sie nahm als Dirigentin an zwei Ausgaben des Festival Internacional de Música de Canarias teil und leitete Werke von Henze, Schönberg und Guigou, womit sie ihre Präsenz in einem der bedeutendsten Musikereignisse des Atlantiks weiter festigte.
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Im Jahr 2005 verlieh ihr der Orfeón La Paz de La Laguna den Preis Mujer Canaria als Anerkennung für ihre berufliche Laufbahn, ihren kulturellen Beitrag und ihr Engagement für die Werte, die dieser Auszeichnung zugrunde liegen.
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Als Komponistin, zwei ihrer Werke wurden auf Tonträger veröffentlicht:
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die Sonate für Klarinette und Klavier, interpretiert von Pierluigi Bernhard und Ascensión Manzano,
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sowie eines der Lieder aus ihrem Zyklus „…los colores del tiempo…“, «Verano», aufgenommen von der unvergesslichen Sopranistin María Orán und ihrem Pianisten Chiky Martín.
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Die Orquesta Filarmónica de Las Palmas de Gran Canaria programmierte ihr Symphonische Ouverture amazon im Jahr 2022.
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Kürzlich wurde sie mit der Goldmedaille (Sonderauszeichnung) in der Kategorie Komposition beim Manhattan International Music Competition 2025 geehrt.
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